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Verbraucherberatung in Energiefragen

Energieverbrauchs-Kennzeichnung beispielsweise für Elektrogeräte. Foto: Darius Turek / panthermedia.net

Ein effizienter Umgang mit Strom und Wärme im Haushalt schont nicht nur Klima und Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW hilft dabei, die Potenziale in den eigenen vier Wänden zu nutzen. Bürgerinnen und Bürger, die ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können, finden Hilfe in einem bisher einzigartigen Projekt gegen Energiearmut.


Energieberatung durch die Verbraucherzentrale NRW

In Deutschland gibt es ein erhebliches Potenzial an Energieeinsparungen, das nicht ausreichend genutzt wird. Allein die Verbraucherinnen und Verbraucher sind für fast 30% des Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Davon entfallen etwa drei Viertel auf die Bereitstellung der Raumwärme. Nimmt man die Warmwasserversorgung dazu, sind es sogar 85% des Energieverbrauchs der privaten Haushalte. Weitere 10% entfallen auf Beleuchtung und Geräte.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher ahnen nicht, welche zahlreichen Möglichkeiten es im täglichen Leben gibt, um Energie zu sparen oder effizienter zu nutzen und damit nicht zuletzt auch den eigenen Geldbeutel zu schonen. Angefangen vom Wohnhaus, elektronischen Haushaltsgeräten bis hin zur Steckerleiste – in fast jedem Haushalt verstecken sich Einsparpotenziale.

Das Umwelt- und Verbraucherschutzministerium leistet durch die Finanzierung der Arbeit der Verbraucherzentrale NRW einen wichtigen Beitrag zum Verbraucher- und Klimaschutz. Denn Verbraucherinnen und Verbraucher können sich bei der Verbraucherzentrale NRW zu sämtlichen Fragen rund um Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen informieren und beraten lassen.

Sei es in den örtlichen Beratungsstellen und an den Beratungsstützpunkten in NRW oder direkt beim Verbraucher vor Ort - die Verbraucherzentrale NRW bietet den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine umfassende Beratung zu den vielfältigen Möglichkeiten der Energieeinsparung.

Projekt Energiewende (ENeRWin)

Das Aufdecken von Energieeinsparpotenzialen in Wohngebäuden ist und bleibt ein Schlüsselthema für den Klimaschutz. Etwa 70% der in Deutschland existierenden 39 Millionen Wohneinheiten wurden vor 1979 gebaut und somit vor Erlass der ersten Wärmeschutzverordnung und den damit verbundenen Anforderungen an Wärmedämmung bei Wohngebäuden.

Um vorhandene Einsparpotenziale in Wohngebäuden besser zu nutzen und die rund 2,7 Millionen privaten Gebäudebesitzerinnen und -besitzer in Nordrhein-Westfalen zur Investition in energetische Sanierungsmaßnahmen zu motivieren, hat die Verbraucherzentrale NRW im Dezember 2014 ein umfassendes Energieberatungsprojekt gestartet:

Im Rahmen von dem "Projekt Energiewende (ENeRWin)" informiert, motiviert und berät sie Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort rund um die Themen Energiesparen, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien. Um konkrete Energieeinsparpotenziale in den eigenen vier Wänden aufzuzeigen, stellt die Verbraucherzentrale NRW nützliche Informationen zur Verfügung. Mit vielfältigen Beratungsangeboten werden Bürgerinnen und Bürger auf aktuelle Energiethemen aufmerksam gemacht, damit sie Energie einsparen und in energieeffiziente Technik investieren. Ziel des Projektes ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher aktiv in die Gestaltung der Energiewende einzubinden. Das "Projekt Energiewende" wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landes- und kommunalen Mitteln unterstützt. Dafür stehen von Ende 2014 bis Ende 2017 30 Millionen Euro zur Verfügung.


Weitere Informationen:

Energielotse - der kostenlose Wegweiser für Verbraucher in NRW

Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher beim Thema Energie nicht weiter wissen, erhalten sie seit Juni 2016 die passenden Antworten durch den Energielotsen der Verbraucherzentrale NRW. Ganz gleich ob es um Stromsparen, Energieausweise, energetische Gebäudesanierung oder Solarstrom geht - als zentrale, unabhängige Anlaufstelle hilft das neunköpfige Energielotsenteam allen Ratsuchenden, unter den vielen Energieberatungsangeboten das Passende zu finden und verweist jedes Anliegen an den richtigen Ansprechpartner.

Dabei reicht künftig ein Anruf aus, um den kostenlosen Wegweiser der Verbraucherzentrale NRW nutzen zu können. Unter der Telefonnummer 0211/33 996 556 erreichen Verbraucherinnen und Verbraucher das Lotsenteam ab sofort montags bis freitags zwischen 9 und 17 Uhr. Rückrufwünsche werden auch online entgegengenommen. Die Einrichtung und Bereitstellung des Energielotsen ist ein Bestandteil des Projektes Energiewende (ENeRWin), um die Bürgerinnen und Bürger des Landes über die vielfältigen Energieeinsparmöglichkeiten zu informieren und sie aktiv in die Gestaltung der Energiewende einzubinden.

Weitere Informationen:

Landesprojekt "NRW bekämpft Energiearmut"

Eine sozialverträgliche Gestaltung der Energiewende für private Haushalte gewinnt im Verbraucheralltag zunehmend an Bedeutung. Denn zahlreiche Haushalte in NRW sind wegen ihres geringen Einkommens nicht in der Lage, ihre Stromrechnungen zu bezahlen und werden von Stromsperren und Energiearmut bedroht. Nach einer Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei den Grundversorgern gab es 2013 etwas 2,17 Millionen Sperrandrohungen und rund 92.000 Haushalten in NRW wurde tatsächlich auch der Strom gesperrt.

Wenn ein Privathaushalt die Rechnungen für den täglichen Energiebedarf – also für Heizung, warmes Wasser, Licht und den Betrieb elektrischer Geräte – nicht mehr zahlen kann, spricht man von "Energiearmut". Dem NRW-Verbraucherschutzministerium ist es ein wichtiges Anliegen, Lösungen auf den Weg zu bringen, damit Energiearmut gar nicht erst entsteht.

Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet das Modellprojekt "NRW bekämpft Energiearmut" der Verbraucherzentrale NRW. Gemeinsam mit kommunalen Energieversorgungsunternehmen bietet die Verbraucherzentrale NRW einkommensschwachen Haushalten, die von Energieschulden und Energiesperren betroffen sind, eine kostenlose Rechts- und Budgetberatung durch örtliche Fachberaterinnen und -berater an. Gemeinsam wird mit den ratsuchenden Haushalten nach nachhaltigen Lösungen gesucht, um Energieschulden künftig zu vermeiden und Energiesperren zu verhindern beziehungsweise wieder aufzuheben.

Das Modellprojekt startete im Oktober 2012 und wurde bis Ende Dezember 2015 in Kooperation mit acht Energieversorgungsunternehmen umgesetzt. Seit dem 1. Januar 2016 sind weitere Energieversorgungsunternehmen hinzugekommen, so dass das Projekt "NRW bekämpft Energiearmut" derzeit für weitere drei Jahre fortgeführt wird. Das kostenlose Rechts- und Budgetberatungsangebot der Verbraucherzentrale NRW steht somit derzeit rund 30 Prozent der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.

Für die Fortführung des Projektes von 2016 bis 2018 stellt das Land abermals Mittel in Höhe von über 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Kostenreduktion im Forderungsmanagement von Grundversorgern

Zahlreiche Haushalte in NRW sind aufgrund unbezahlter Energierechnungen und Energieschulden von Energiesperren bedroht. Die für Mahnungen, Ankündigung der Energiesperre sowie für Sperrung und Entsperrung anfallenden Gebühren belasten die von Energiearmut betroffenen Haushalte noch zusätzlich. Zahlungsausfälle, unregelmäßige Zahlungen sowie Zahlungen von Teilbeträgen erzeugen jedoch nicht nur zusätzliche Kosten für die betroffenen Verbraucherinnen und Verbraucher sondern auch für die Energieversorgungsunternehmen, insbesondere für die Grundversorger. Im Rahmen des Forderungsmanagements werden von den Grundversorgern die offenen Forderungen beigetrieben. Zu den ausgefallenen Zahlungen kommen für sie auch noch die Kosten für das Forderungsmanagement selbst hinzu.

Eine im Auftrag des NRW-Verbraucherschutzministeriums erarbeitete Studie zur Höhe der Kosten im Forderungsmanagement von Grundversorgern im Zusammenhang mit drohenden Energiesperren geht der Entstehung und den Ursachen dafür auf den Grund: Am konkreten Beispiel von fünf Grundversorgern wurden die Kostensituation im Forderungsmanagement und die durch Forderungsausfälle verursachten Kosten untersucht sowie die Möglichkeit einer Kostenreduzierung durch den Einsatz von Prepaidzählern (Vorkasse-Zählern) und intelligenten Stromzählern detailliert betrachtet.

Die Studienergebnisse zeigen, dass sich bereits niedrige Forderungsausfälle in der Summe wesentlich auf den Unternehmenserfolg auswirken können – auch weil die nicht maschinell zu verarbeitenden Zahlungseingänge mit unregelmäßigen und unvollständigen Beträgen einen zusätzlichen manuellen Mehraufwand mit sich bringen. "Notorische Schlechtzahler" - gemeint sind Privatkunden, die häufig gemahnt werden - sowie "auffällige Privatkunden" – das sind Privatkunden, die gelegentlich gemahnt werden - verursachen den größten Anteil an Kosten im Forderungsmanagement. Dazu gehören die Kosten für Sperrungen, Entsperrungen und vermehrten Kundenkontakt.

Anhand von beispielhaften Wirtschaftlichkeitsberechnungen stellt die Studie unter anderem fest, dass Prepaidzähler und intelligente Stromzähler insbesondere bei den "notorischen Schlechtzahlern" infolge vermiedener Forderungsausfälle und eines reduzierten Aufwands im Forderungsmanagement zu deutlichen Kosteneinsparungen beim Grundversorger führen können.

Studie bestätigt: Prepaidzähler – ein nachgefragter Ansatz bei Energiearmut

Für Verbraucherinnen und Verbraucher mit Energieschulden ergibt sich durch Prepaidzähler die Möglichkeit, der Energiearmut zu entkommen. Vor allem einkommensschwache Haushalte sind oftmals nicht in der Lage, ihre Energierechnungen zu bezahlen. Ihnen droht aufgrund von Zahlungsausfällen die Unterbrechung der Stromversorgung. Prepaidzähler können eine Alternative zur "Stromsperre" darstellen und den betroffenen Haushalten helfen, Energieschulden zu vermeiden.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Man verbraucht nur das, was man vorher eingezahlt hat. Prepaidzähler fungieren dabei als Vorkassesystem, in das die Verbraucherinnen und Verbraucher einen beliebigen Betrag einzahlen. Das Guthaben für den Stromverbrauch kann über ein Display am Zählergerät jederzeit eingesehen werden. Die Nutzer erhalten dadurch nicht nur eine umfassende Kostentransparenz, sondern auch die Kontrolle über ihren täglichen Stromverbrauch. Durch den Einsatz von Prepaidzählern können letztlich auch Stromspareffekte erzielt werden, die das Finanzbudget der Haushalte entlasten.

Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat im Auftrag des NRW-Verbraucherschutzministeriums eine Studie zum Breiteneinsatz von Prepaidzählern erarbeitet, die den Vor- und Nachteilen sowie Hemmnissen und Erfolgsfaktoren auf den Grund geht. Das Interesse ist bei der Mehrheit der befragten Haushalte groß. Häufig angebrachte Vorbehalte gegenüber Prepaidzählern, wie zum Beispiel Stigmatisierung und Selbstsperrung, konnten im Rahmen der nun veröffentlichten Studie nicht bekräftigt werden.


Verbraucherberatung

Verbraucherinnen und Verbraucher sind häufig in einer schwächeren Position als ihre Geschäftspartner. Nicht wenigen fällt es schwer, ihre Ansprüche gegenüber  Fachpersonal und marktstarken Unternehmen durchzusetzen. Das NRW-Verbraucherschutzministerium setzt sich für eine Stärkung der Verbraucherrechte ein und fördert die unabhängige Information und Beratung durch die NRW-Verbraucherzentrale.

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Die Verbraucherbeschwerde

Verbraucherinnen und Verbraucher haben einen Anspruch auf einwandfreie und gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel, Kosmetika und sonstige Bedarfsgegenstände wie Geschirr, Verpackungen von Lebensmitteln und Kosmetika, Bekleidung, Spielwaren und Scherzartikel, Reinigungs- und Pflegemittel. Wer also sein Bier schal gekauft hat oder seine Aufback-Brötchen beim Auspacken zuhause schimmelig vorfindet, kann seine Rechte einfordern.

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Verbraucherinformationen

Nordrhein-Westfalen setzt auf Transparenz beim Verbraucherschutz:

So können sich Verbraucherinnen und Verbraucher in NRW auf verschiedenen Informationsportalen beispielsweise über Warnungen vor Gesundheitsgefährdungen durch Lebensmittel oder über die Pestizidbelastung von Obst informieren. Darüber hinaus haben sie ein umfassendes Recht auf Auskunft von den Behörden.

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Energieeffizienz in Haushalten

Private Haushalte sind für knapp ein Viertel der CO2- Emissionen in Deutschland verantwortlich. Viel trägt dazu der Energieverbrauch für die Raumwärme und Warmwassererzeugung bei. Auch Beleuchtung und Haushaltsgeräte verbrauchen oft mehr Energie als nötig. Durch gezielte Investitionen in effiziente Technik und Änderungen beim eigenen Nutzungsverhalten können private Haushalte dazu beitragen, Energie einzusparen und damit das Klima zu schützen.

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