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Klimawandel in NRW
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Bürgerinnen, Bürger und Kommunen zeigen im Landtag ihre Aktionen für vitale ländliche Räume
Wie eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes mit starken grünen Regionen aussehen kann, das zeigen ab heute Vertreterinnen und Vertreter der nordrhein-westfälischen LEADER-Regionen im Düsseldorfer Landtag. Die ländlichen Regionen sind vielfältigen Herausforderungen und Problemen ausgesetzt, z.B. der Bewältigung des demografischen Wandels, Fragen der Infrastruktur und der Arbeitsplätze, aber auch, wie der ländliche Raum den Klimawandel meistern kann. "Wie diese gelöst werden können, zeigen uns die ausgestellten LEADER-Projekte hier im Landtag", betonte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel bei der Eröffnungsveranstaltung, die zugleich die 8. Station seiner Sommertour "Land.Leben.NRW" ist. Am Bedeutendsten sei, dass diese Chancen von den Menschen, Verbänden, Vereinen, Dörfern und Gemeinden vor Ort erdacht und umgesetzt würden. Das Land unterstützt die Umsetzung mit Fördergeldern.

Rheinische Kartoffelkönigin besucht das NRW-Landwirtschaftsministerium
Die Ernte der ersten Frühkartoffeln in Nordrhein-Westfalen läuft in diesem Jahr nur schleppend an. Durch den sehr kalten Mai konnten sich die Kartoffeln nicht wie vorgesehen entwickeln. Das berichtete heute die Rheinische Kartoffelkönigin, Stefanie Külkens, die auf Einladung von Landwirtschaftsminister Johannes Remmel ins NRW-Landwirtschaftsministerium gekommen war. Nordrhein-Westfalen ist bundesweit der drittgrößte Kartoffelproduzent. Auf rund 30.000 Hektar bauen etwa 3400 landwirtschaftliche Betriebe hier Kartoffeln an. Mit Erträgen von durchschnittlich 47 Tonnen Kartoffeln pro Hektar, werden so alleine in NRW pro Jahr etwa 1,4 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. "Landwirtschaft und Gartenbau sind im Verbund mit den zahlreichen Zulieferern, Verarbeitern und dem Handel eine tragende Säule der ländlichen Regionen", betonte Remmel.
Bioenergiedorf Lieberhausen macht sich unabhängig von Öl und Gas
Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat heute als sechste Station seiner Sommertour "Land.Leben.NRW." Lieberhausen besucht. Das Dorf im bergischen Land hat sich schon im Jahr 2001 unabhängig gemacht von schwankenden Öl- und Gaspreisen. Mit einem eigenen, mit Holz betriebenen Heizkraftwerk, versorgt sich das Dorf autark mit Heizwärme und Warmwasser. Damit werden in Lieberhausen pro Einwohner rund vierzig Prozent weniger CO2 ausgestoßen als im Bundesdurchschnitt. Zudem spart jeder Bewohner und jede Bewohnerin im Schnitt rund 900 Euro an Energiekosten pro Jahr. Lieberhausen steht damit beispielhaft für die Vorreiterrolle des ländlichen Raums beim Klimaschutz.

Minister Remmel besucht Südsauerland als Industrieregion im Grünen:
Ländliche Raume sind wichtiger Standort für den mittelständischen Maschinenbau
Als fünfte Station seiner Sommertour "Land.Leben.NRW" hat Landwirtschaftsminister Johannes Remmel heute die EMG Automation GmbH in der Gemeinde Wenden im Südsauerland besucht, die mit weltweit rund 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Weltmarktführer bei Produkten für Automatisierungstechnik in der Metall-, Papier- und Kunststoffproduktion ist. Das produzierende Gewerbe und insbesondere der Maschinenbau spielen in den ländlichen Räumen Nordrhein-Westfalens eine wichtige Rolle, gerade auch als Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe. "Ländliche Räume sind bei uns im Landschaftsbild von Landwirtschaft, Natur- und Kulturlandschaften geprägt. Sie sind aber ebenso traditionell starke Standorte für viele Branchen des produzierenden Gewerbes", erklärte Remmel, der seine Heimatregion Südwestfalen, eine der ältesten Industrieregionen Europas, als Beispiel für eine Industrieregion im Grünen sieht.

Den Netzausbau besser regeln! Bundesbedarfsplangesetz zum Netzausbau im Bundesrat
Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Klimaschutzminister Johannes Remmel haben den Bund aufgefordert, das Bedarfsplangesetz zum Netzausbau nachzubessern. Im Bundesrat erklärte Minister Duin, es müsse mehr Flexibilität bei der Umsetzung des Netzausbaus geben. Minister Remmel kritisierte die Möglichkeiten, neue Trassen als Erdverkabelung zu verlegen, die das Gesetz bietet, als unzureichend. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte bereits mehrfach Änderungen beim Gesetzgebungsverfahren zum Netzausbau angemahnt, die die Bundesregierung aber bislang größtenteils abgelehnt hat.

Remmel und Duin: "Strom- und Gassperren sind unsozial und eine existenzielle Bedrohung"
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will ein bundesweites Vorgehen gegen die steigende Zahl von Strom- und Gassperren und hat deshalb eine entsprechende Initiative in den Bundesrat eingebracht. "Es ist alarmierend, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Energierechnung nicht zahlen können. Strom- und Gassperren sind unsozial und stellen eine existenzielle Bedrohung dar, deswegen haben wir der Energiearmut den Kampf angesagt und wollen auch die Zahl der Energiesperren reduzieren", sagte NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin erklärte, es müssten dringend zusätzliche rechtliche Regelungen getroffen werden, um die betroffenen Haushalte zu entlasten: "Wer Energiearmut vermeiden will, muss im Vorfeld handeln und die Budgetkompetenz und das Wissen der Verbraucherinnen und Verbraucher über Energie stärken." Nach einer Erhebung der Bundesnetzagentur wurden von befragten Energieunternehmen im Jahre 2011 bundesweit rund sechs Millionen Sperrungen gegenüber Kunden angedroht; in rund 312.000 Fällen kam es zur Sperrung.

Hohe Lärmbelastung beeinträchtigt die Gesundheit - NRW-Initiative für ein nationales Förderprogramm
In Deutschland leben mehr als zwei Millionen Menschen an lauten Straßen. Damit verbunden sind negative Folgen für die Gesundheit wie beispielsweise Stress, Schlafstörungen und Herzkreislauferkranken. Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach den letzten Untersuchungen aus dem Jahre 2007 mehr als 650.000 Menschen Lärmpegeln durch den Straßenverkehr ausgesetzt sind, die die Schwelle zur Gesundheitsgefährdung überschreiten Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel fordert die Bundesregierung auf, Finanzmittel für die Lärmsanierung an kommunalen Straßen bereitzustellen. Einen entsprechenden Antrag bringt das Land Nordrhein-Westfalen in den Bundesrat ein.

EU-Schulobstprogramm NRW: 195 Schulen werden neu ins Programm aufgenommen
Das Interesse nordrhein-westfälischer Grund- und Förderschulen am NRW-Schulobstprogramm ist ungebrochen. Bis zum 10. Mai 2013 konnten sich interessierte Grund- und Förderschulen aus Nordrhein-Westfalen für die Aufnahme in das Programm bewerben. Die Beteiligung an dem Bewerbungsverfahren war sogar um einiges höher als im vergangenen Jahr. 2012 gaben 191 Schulen ihre Bewerbung für das Programm ab, in der diesjährigen Bewerbungsrunde waren es sogar 239 Schulen, die sich für die Teilnahme bewarben. 195 Grund- und Förderschulen werden nach den Sommerferien neu ins Programm aufgenommen. Ab dem Schuljahr 2013/2014 erhalten damit insgesamt 800 Grund- und Förderschulen mit rund 143.000 Schulkindern in Nordrhein-Westfalen kostenloses Obst und Gemüse.

Großes Potenzial bei der Solarenergie in Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen hat großes Potenzial bei der Solarenergie. Das geht aus der zweiten Potenzialstudie über den Einsatz der erneuerbaren Energien in NRW hervor, die jetzt in Düsseldorf von Umweltminister Johannes Remmel vorgestellt wurde. Nicht nur in den südlichen Bundesländern kann Strom aus Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) einen wesentlichen Teil zur Energieversorgung beitragen. Nach Berechnungen des Landesumweltamtes (LANUV), das die lan-desweite Potenzial-Studie erstellt hat, gibt es in NRW unter den möglichen Rahmenbedingungen ein technisches PV-Potenzial für eine Nettostromproduktion von bis zu 72,2 Terawattstunden pro Jahr.

Jugend filmt Dorf - 30 Jugendliche aus Südwestfalen drehen Dokumentarfilme über das Leben im ländlichen Raum
Warum verlassen Jugendliche ihr Dorf und was kann sie bewegen, zu bleiben? Diese Frage war Thema auf der vierten Station der Sommertour "Land.Leben.NRW" von Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. Bei seinem Besuch im sauerländischen Dorf Störmede, informierte er sich über das "Jugend filmt Dorf"-Projekt der Regionale Südwestfalen 2013 und diskutierte mit den Jugendlichen über die Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität von jungen Menschen im ländlichen Raum.













