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Förderung

Umweltfreundliche Autos belasten die Luft nur geringfügig. Foto: wuk/Panthermedia.net

Die Einrichtung von Umweltzonen soll auch Anreiz sein, die Fahrzeuge insgesamt zu modernisieren und umweltfreundlicher zu machen. Die NRW.Bank und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördern Maßnahmen zur Luftverbesserung. Die NRW.Bank fördert die Anschaffung von abgasärmeren und umweltfreundlicheren Handwerkerfahrzeugen.


Effizienzkredit für gewerbliche Unternehmen

Die Förderung der Anschaffung emissions- und lärmarmer leichter Nutzfahrzeuge – einschließlich von Euro 6-Handwerkerfahrzeugen – erfolgt im Rahmen eines Effizienzkredites der NRW.Bank.

Bei diesem Kredit geht es allgemein um die Förderung von langfristigen Investitionsvorhaben, die zu einer dauerhaften Steigerung der Energie- (um mindestens 20 %) oder Ressourceneffizienz (um mindestens 10 %) führen. Vorhaben mit geringeren Effizienzsteigerungen sind auf Basis eines zertifizierten Verfahrens zur Schonung der Umwelt – PIUS-Check oder Umweltmanagement-System – ebenfalls förderfähig.

Das Programm fördert Vorhaben, die sowohl den Einsatz moderner, produktions- integrierter Verfahren ermöglichen als auch den allgemeinen Klima- und Umweltschutzzielen dienen. Dazu zählen unter anderem:

  • Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz,
  • die Verringerung des Einsatzes von Rohstoffen und Wasser,
  • die Schließung von Stoffkreisläufen,
  • die Vermeidung von gewerblichen und industriellen Abfällen,
  • die Reduzierung der Lärm- und Schadstoffemissionen.

Umweltprogramm für Unternehmen

Auch in einem zweiten Rahmen erfolgt die Förderung der Anschaffung emissions- und lärmarmer leichter Nutzfahrzeuge – auch hier einschließlich von Euro 6-Handwerkerfahrzeugen.

Hier handelt es sich um das Umweltprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das eine zinsgünstige Finanzierung von allgemeinen Umweltschutz- maßnahmen ermöglicht, die  gewerbliche Unternehmen vornehmen. Besonders werden solche Investitionen gefördert, mit denen bereits Umweltbelastungen vermieden oder wesentlich gemindert werden. Kleine Unternehmen im Sinne der KMU-Definition der EU können dabei in einem KU-Fenster besonders günstige Konditionen erhalten.

Die betreffenden Vorhaben müssen unter anderem dazu führen,

  • dass Luftverschmutzungen, Geruchsemissionen, Lärm und Erschütterungen vermindert oder vermieden werden,
  • dass Abwasser gereinigt, vermindert oder vermieden wird,
  • dass Boden und Grundwasser geschützt werden,
  • dass emissionsarme Fahrzeuge mit konventionellem, biogas-, erdgas-, hybrid- oder elektrobetriebenem Motor angeschafft werden.

Weitere Informationen:

Umweltinnovationsprogramm für Unternehmen und Kommunen

Das Umweltinnovationsprogramm des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterstützt Vorhaben in großtechnischem Maßstab, die erstmalig fortschrittliche technologische Verfahren und Verfahrenskombinationen zur Vermeidung oder Verminderung von Umweltbelastungen verwirklichen. Hier geht es um  zinsverbilligte Darlehen oder Investitionszuschüsse. Der Zinszuschuss zum Darlehen der KfW oder der Investitionszuschuss wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen vorhandener Haushaltsmittel bereitgestellt. Das Ziel ist, ökonomisch erfolgreich zu wirtschaften, mit möglichst wenig Umweltbelastung und möglichst geringem Ressourcen- und Energieeinsatz.

  • Abwasserbehandlung/Wasserbau
  • Abfallvermeidung, -verwertung und -beseitigung
  • Sanierung von Altablagerungen
  • Bodenschutz
  • Luftreinhaltung und Reduzierung von Gerüchen
  • Minderung von Lärm und Erschütterungen
  • Energieeinsparung, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien
  • umweltfreundliche Energieversorgung und -verteilung
  • Ressourceneffizienz/Materialeinsparung

Förderung der Elektromobilität – Umweltbonus

Der Umweltbonus ist eine Maßnahme der Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität. Mit dem Umweltbonus wird die Anschaffung von Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse bezuschusst. Die Höhe des Zuschusses beträgt beim Kauf von Hybridfahrzeugen 1.500 Euro und ausschließlich elektrobetriebenen Fahrzeugen 2.000 Euro. Voraussetzung für die Förderung ist u. a. ein gleich hoher Rabatt des Herstellers. Anträge für eine Kaufprämie können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gestellt werden.

Über weitere Förderungen der Elektromobilität informiert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Förderung von diesel-elektrischen Hybridbussen

Seit 2012 fördert das Bundesumweltministerium (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) die Beschaffung und Inbetriebnahme diesel-elektrischer Hybridbusse im öffentlichen Nahverkehr. Bis Ende 2014 wurde die Anschaffung von 60 Hybridbussen in 6 Betrieben des ÖPNV gefördert. Neben der Kraftstoffersparnis und der damit verbundenen Senkung des CO2- Ausstoßes, konnten auch die Stickoxid- und die Lärmemissionen gesenkt werden. Die neuen "Richtlinien zur Förderung der Anschaffung von diesel-elektrischen Hybridbussen im ÖPNV" traten mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 12. Dezember 2014 offiziell in Kraft und gelten bis Ende 2017. Die Förderung erfolgt als Investitionszuschuss. Gefördert wird die Anschaffung und Inbetriebnahme einer Hybridbusflotte, die mindestens 3 Fahrzeuge umfassen muss. Bezuschusst werden die durch den Hybridantrieb beziehungsweise den Hybridantrieb mit externer Aufladungsmöglichkeit (Plug-In-Hybrid) bedingten Mehrkosten für die Anschaffung und die Inbetriebnahme. Bei kleineren Betrieben kann der Zuschuss bis 55 %, bei mittleren bis 45 % und bei großen bis 35 % der Mehrkosten betragen. 

Weitere Informationen: