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Fast 2 Mio. für Grüne Infrastruktur

Teichlandschaften Lohmarer Wald

Nordrhein-Westfalen stärkt wertvolle Lebensräume

Die lang anhaltende Trockenheit der vergangenen Monate zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass wir die Grüne Infrastruktur in NRW erhalten und ausbauen. Grüne Infrastruktur – also zum Beispiel Moor- und Teichlandschaften – verbindet Lebensräume miteinander und schafft damit die Grundlage für eine artenreiche Natur. Sie schützt Tiere und Pflanzen, verbessert unser Klima, speichert Wasser in der Landschaft und hilft dabei, die Folgen von Hitze und Starkregen abzumildern.   Eines der großen Natur- und Umweltschutzprojekte in NRW sind die „Teichlandschaften Lohmarer Wald“ im Rhein-Sieg-Kreis. 

Auf rund 226 Hektar zwischen Lohmar und Siegburg verbindet sich eine historisch gewachsene Kulturlandschaft mit einem ökologisch wertvollen Naturraum. Extensiv bewirtschaftete Karpfenteiche, Heidemoore, Moor- und Sumpfwälder sowie weitere wertvolle Landschaftselemente bieten Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

 Umweltminister Oliver Krischer übergab vergangene Woche den Förderbescheid für das REGIONALE 2025-Projekt „Teichlandschaften Lohmarer Wald“ an Landrat Sebastian Schuster. Im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Programm „Grüne Infrastruktur Nordrhein-Westfalen“ erhält der Rhein-Sieg-Kreis eine Förderung von rund 1,9 Mio. €. 

 Zu den zentralen Zielen des Projekts gehören: 

  •  Wiedervernässung ehemaliger Moorflächen und Stabilisierung der Heidemoore
  •  Erhaltung und Renaturierung von Sumpfwäldern
  • Verbesserung des natürlichen Wasserrückhalts im Sinne einer „Schwammlandschaft“
  • Bindung von CO₂ in Moorböden
  • Vernetzung sensibler Lebensräume
  •  „Stille Erholung“ mit Besucherlenkung, Naturerlebnispunkten und Informationsangeboten   

Gleichzeitig soll die über Jahrhunderte entstandene Kulturlandschaft mit ihrer Karpfenteichlandschaft bewahrt werden – denn auch sie hat maßgeblich zur heutigen Biodiversität beigetragen. Der Rhein-Sieg-Kreis arbeitet als Projektträger eng mit der Stadt Lohmar, der Stadt Siegburg, dem BUND Landesverband NRW, dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW, der Fischzucht Pilgram GmbH und der Biologischen Station Rhein-Sieg-Kreis zusammen. Das Projekt wird mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert – zu gleichen Teilen aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen. Die förderfähigen Gesamtausgaben belaufen sich auf rund 2,42 Millionen Euro.