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Klimawandel und -anpassung

Warming Stripes mit Bildern Klimawandel

Klimawandel und -anpassung

Wetterextreme wie Hitzewellen und Starkniederschläge werden aufgrund des Klimawandels häufiger. Neben dem Klimaschutz ist daher vor allem auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels eine wichtige Aufgabe des Landes Nordrhein-Westfalen.

Vorsorge durch Anpassung NRW ist Vorreiter bei Klimaanpassung

Nordrhein-Westfalen ist bundesweiter Vorreiter bei der Klimaanpassung. Als erstes Bundesland hat das Land 2021 ein eigenständiges Klimaanpassungsgesetz verabschiedet und entwickelt dieses mit der Novelle 2026 konsequent weiter. Die geplante Novelle stärkt die rechtliche Grundlage, schafft neue Instrumente und sorgt für eine einheitliche Umsetzung von Klimaanpassung auf verschiedenen Ebenen. Zurzeit wird die Novelle dieses Gesetzes im Landtag beraten, es soll im Herbst 2026 beschlossen werden. Zwischen 2020 und 2026 hat das Land bereits rund 200 Millionen Euro bereitgestellt, damit Kommunen Klimaanpassung vor Ort wirksam umsetzen können.

Bereits im Jahr 2009 wurde eine umfangreiche Anpassungsstrategie für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, die Akteuren in Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung Handlungsoptionen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels aufzeigt. Im Jahr 2015 wurden im Klimaschutzplan NRW in 16 Handlungsfeldern insgesamt 66 Anpassungsmaßnahmen beschlossen, die sukzessive umgesetzt werden. Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen im Juli 2021 ein eigenständiges Klimaanpassungsgesetz (KlAnG) beschlossen, das öffentliche Träger verpflichtet, Klimafolgen bei allen Planungen und Entscheidungen zu berücksichtigen. Im Jahr 2024 veröffentlichte das Land die Klimaanpassungsstrategie NRW 2024- 2029. Darin sind 110 zentrale Maßnahmen verankert, die kontinuierlich umgesetzt werden. Das aktuelle Umsetzungsmonitoring zeigt: Die Mehrheit der Maßnahmen ist bereits in Umsetzung. Das Umweltministerium koordiniert für die Landesregierung Klimaanpassung in Nordrhein-Westfalen. Mit verschiedenen Angeboten werden Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen bei der Anpassung an die Folgen der Klimakrise unterstützt. Informationen zum Klimaschutz werden vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie über das Portal klimaschutz.nrw zur Verfügung gestellt. 

Klimawandel in Nordrhein-Westfalen

Extreme Wetterlagen setzen häufiger als früher den Bürgerinnen und Bürgern zu. Hitzeperioden führen zu Wassermangel und gesundheitlichen Belastungen, orkanartige Stürme bedrohen den Baumbestand vieler Wälder, Parks und Grünanlagen,Starkregenereignisse stellen städtische Infrastrukturen vor neue Herausforderungen. Insgesamt nehmen die Risiken für verschiedene Lebens-, Umwelt- und Wirtschaftsbereiche zu. Jahres- und Vegetationszeiten verschieben sich und heimische Tier- und Pflanzenarten werden verdrängt.

Die Folgen des Klimawandels belasten nicht nur Leben und Gesundheit der Menschen und die Natur, sie verursachen auch enorme volkswirtschaftliche Schäden. So haben z.B. im Jahr 2021 extreme Niederschläge, Hochwasser und Sturzfluten eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst - mit zuvor unvorstellbaren Folgen. Allein in Nordrhein-Westfalen sind in Folge der Niederschläge 49 Menschen zu Tode gekommen. Die Sachschäden gehen in die Milliarden. Hitze und Trockenheit führten im Jahr 2022 erneut auf dem Rhein und anderen Flüssen zu außergewöhnlichen Niedrigwasserständen. Die Folge waren drastische Einschränkungen der Schiffbarkeit und Lieferengpässe. Auch Ernteausfälle bzw. -mindererträge durch Dürreperioden oder Schädlingsbefall sowie Wald- und Feldbrände oder das Absterben von Baumbeständen erzeugen hohe Einbußen.

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