Hochwasserschutz in Düsseldorf
Meilenstein in Himmelgeist: Schließung der Deichlücke
Der Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf (SEBD) verbessert den Hochwasserschutz in Himmelgeist und schließt die Deichlücke. Zukünftig sollen dadurch in Himmelgeist und den angrenzenden Stadtteilen rund 13.000 Menschen besser vor Hochwasser geschützt werden. Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich Ende 2028 abgeschlossen und kosten rund 43,5 Millionen Euro.
Zuletzt trat der Rhein dort vor rund 30 Jahren über die Ufer. Bei den schweren Hochwasserlagen in den Jahren 1993 und 1995 wurde eine Überflutung von Himmelgeist durch den aufwendigen Einsatz von Sandsäcken verhindert. Um auch das neu berechnete Schutzniveau zu erfüllen, werden die bestehenden Schutzanlagen modernisiert und technisch erweitert.
Dazu gehört der Bau von Stahlspundwänden, Stahlbetonwänden mit Verkleidungen, Deichtoren, Entwässerungseinrichtungen und einem Deichverteidigungsweg auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern. Zusätzlich müssen Straßen, Wege und Entwässerungsanlagen angepasst oder erneuert werden. Auch Leitungen im Untergrund müssen teilweise verlegt werden.
Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Marcus Beyer, Beigeordneter für Mobilität und Infrastruktur, und Frank Heuner, technische Betriebsleitung des Stadtentwässerungsbetriebes Düsseldorf, machten sich am Montag, 19. Oktober 2026, ein Bild vom Fortschritt der aktuellen Bauarbeiten.
Das Land NRW bezuschusst die Maßnahmen mit rund 28 Millionen Euro. "Die Hochwasserkatastrophe von 2021 hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, welche zerstörerische Kraft Wasser entfalten kann. Gerade da, wo Menschen wie hier in Düsseldorf-Himmelgeist nah am Rhein leben, brauchen wir leistungsfähige Hochwasserschutzanlagen. Das Schließen dieser Lücke wird deutlich mehr Sicherheit für den Stadtteil schaffen", sagte Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.