Moore als natürliche Klimaschützer erhalten
Warum wir unsere Moore schützen müssen
Die aktuellen Brände im Hohen Venn zeigen eindrücklich, wie verletzlich unsere Natur in Zeiten von Hitze und Trockenheit ist. Trocknet Moorboden aus, wird CO2 freigesetzt und es besteht akute Brandgefahr, da sich trockener Torf leicht entzündet und schwer wieder zu löschen ist. Gerade intakte Moore sind wichtige natürliche Verbündete für Klimaschutz und Klimaanpassung. Sie speichern CO₂, halten Wasser zurück und wirken wie ein Puffer gegen Hochwasser und Hitze. Gleichzeitig bieten sie seltenen und bedrohten Arten unverzichtbaren Lebensraum. Doch ausgerechnet diese Ökosysteme sind selbst besonders empfindlich gegenüber Trockenphasen und damit durch den Klimawandel akut bedroht. Deshalb setzt NRW verstärkt auf Schutz, Wiederherstellung und Vernässung dieser wertvollen Lebensräume. Ein Beispiel ist die Bastauniederung im Kreis Minden-Lübbecke. Dort soll in einer Modellregion gemeinsam mit allen Beteiligten die Wiedervernässung von Niedermoorböden vorangebracht werden, die heute größtenteils als Grünland genutzt werden. Dies dient auch dem Erhalt des Torfkörpers, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern.
Wie groß das Potenzial für den Moorschutz in NRW ist, zeigt der Mooratlas Nordrhein-Westfalen unter www.mooratlas.nrw.de