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Nachhaltiges NRW

Nachhaltige Entwicklung in NRW Signet: MULNV

In der Nachhaltigkeitsstrategie NRW wird die nachhaltige Entwicklung zu einem Leitprinzip des politischen Handelns erklärt. Ein wichtiger Ansatz dabei ist "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)", die in allen Bereichen von Bildung und Lernen breit verankert und gemeinsam mit den vielen Partnern im Lande umgesetzt werden soll.


Soziale Gerechtigkeit, ökonomische Vernunft und ökologische Verantwortung

Der Begriff der nachhaltigen Entwicklung wurde durch den Brundtland-Bericht der Vereinten Nationen (UN) im Jahre 1987 geprägt. Danach bezeichnet der Begriff eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. In der Weiterentwicklung dieses Ansatzes hat ein UN-Gipfel im September 2015 universell gültige Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten Sustainable Development Goals, verabschiedet. Für das Gelingen der Umsetzung der internationalen Nachhaltigkeitsziele werden die Überwindung von Gegensätzen und die Versöhnung von Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten von zentraler Bedeutung sein. Der Koalitionsvertrag der Landesregierung in NRW nimmt sich der Thematik an und setzt positive Bezüge zur globalen Nachhaltigkeitsstrategie.

An diesem Punkt setzt auch Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an: Sie vermittelt Problem- und Handlungswissen bezüglich nachhaltiger und nicht nachhaltiger Entwicklungsprozesse. Sie fördert die Fähigkeit, sich an Kriterien der Nachhaltigkeit im eigenen Leben zu orientieren und gleichermaßen an verantwortlichen Entscheidungen für die Zukunft der Gesellschaft teilzuhaben.


Vater und Tochter. Foto: Lammeyer/Panthermedia

Nachhaltige Entwicklung: Eine Frage der Generationengerechtigkeit. (Foto: Lammeyer/Panthermedia)

Eine Nachhaltigkeitsstrategie für NRW

Am 22. September 2020 hat das NRW-Landeskabinett die zweite NRW-Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Die weiterentwickelte Strategie orientiert sich eng an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) und stellt die Beiträge Nordrhein-Westfalens zur Umsetzung der Agenda 2030 dar. Kernstück der Strategie ist ein Set aus 67 Zielen und Indikatoren. Die Zielerreichung wird über die Indikatorenberichterstattung des Landesbetriebs IT.NRW öffentlich transparent dargestellt.
Inhalte, Ziele und Maßnahmen der Strategie sind nunmehr auch eng an der Systematik der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (in der Fortschreibung von 2018) ausgerichtet. So soll erreicht werden, dass sich die Aktivitäten von Bund und Land gegenseitig unterstützen und ein insgesamt substanzieller deutscher Beitrag zur Umsetzung der SDGs gelingen kann.
Die Strategie wurde gemeinsam von allen Ministerien der Landesregierung und in einem Dialog mit Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft u.a. bei den NRW-Nachhaltigkeitstagungen erarbeitet.
Die erste NRW-Nachhaltigkeitsstrategie wurde am 16. Juni 2016 verabschiedet. Sie war die erste Strategie eines Bundeslandes, die die UN-Nachhaltigkeitsziele systematisch aufgriff.


Tagung im November 2013 im Düsseldorfer Landtag. Foto: MULNV/Jörg Pruß

"Markt der Möglichkeiten" am 18. November 2013 im Düsseldorfer Landtag. (Foto: MULNV/Jörg Pruß)

NRW-Nachhaltigkeitstagungen

Die jährlichen Nachhaltigkeitstagungen sind die wichtigste Plattform für den Austausch zwischen den beteiligten Akteuren in Nordrhein-Westfalen. Dabei kommen jedes Jahr im Herbst Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und treiben den Nachhaltigkeitsprozess in Nordrhein-Westfalen voran.
Nach den Veranstaltungen 2012 in Duisburg, 2013 in Düsseldorf und 2014 in Mülheim an der Ruhr hat am 28. Oktober 2015 im Düsseldorfer Landtag die 4. NRW-Nachhaltigkeitstagung mit dem Titel "Nachhaltigkeitsstrategie NRW – gemeinsam auf der Zielgeraden" stattgefunden. Bei der 5. NRW-Nachhaltigkeitstagung am 29. September 2016 in Münster stand die Rolle der Kommunen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung im Mittelpunkt. Weitere Schwerpunkte waren die Bedeutung der globalen Nachhaltigkeitsziele für die Wissenschaft, Nachhaltigkeit aus Jugendperspektive und die Partizipation und Bildung für nachhaltige Entwicklung. In Themenforen wurden ferner wichtige Themen der Strategie und ihre Umsetzung diskutiert, vom Klimaschutz nach dem Pariser Klimaschutz-Abkommen über die Umweltwirtschaft und die nachhaltige Wissenschaft bis hin zum nachhaltigen Investieren.

Die 6. NRW-Nachhaltigkeitstagung wurde am 7. Mai 2018 in Essen von Ministerpräsidenten Armin Laschet eröffnet. Neben der Weiterentwicklung der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie wurden die Perspektiven des nachhaltigen Wirtschaftens in Nordrhein-Westfalen, das Leben in einer transformierten Stadt, Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie die Nachhaltigkeitsindikatoren diskutiert. Rund 400 Akteure aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kommunen nahmen an der Tagung teil.


Weitere Informationen:

  • Gesamtdokumentation der 6. NRW-Nachhaltigkeitstagung am 7. Mai 2018 in Essen und Informationen über die Nachhaltigkeitstagungen der Vorjahre auf www.nachhaltigkeit.nrw.de
7. NRW-Nachhaltigkeitstagung in Bonn: Diskussionsrunde im Plenarsaal des ehemaligen Bundestages (Foto Umweltministerium NRW/Reiner Zensen)

7. NRW-Nachhaltigkeitstagung in Bonn: Diskussionsrunde im Plenarsaal des ehemaligen Bundestages (Foto Umweltministerium NRW/Reiner Zensen)

7. NRW-Nachhaltigkeitstagung am 3. Juli 2019 in Bonn

Unter dem Motto "Neue Impulse für ein nachhaltiges Nordrhein-Westfalen" diskutierten am 3. Juli 2019 im World Conference Center Bonn (ehem. Bundestag) knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung über wichtige Zukunftsfragen des Landes Nordrhein-Westfalen.
Inhaltliche Schwerpunkte bildeten die Themen nachhaltige Finanzen und Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der NRW-Wirtschaft. Finanzminister Lutz Lienenkämper und Wirtschaftsstaatsekretär Christoph Dammermann diskutieren dazu in zwei Podiumsrunden unter anderem mit dem Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Prof. Dr. Günther Bachmann, und der Sprecherin des Vorstands von HSBC Deutschland, Carola Gräfin von Schmettow.
Einen Überraschungsauftritt hatte Dr. Eckart von Hirschhausen, der die Gäste in humorvoller Weise aufrief, sich mehr für den Klimaschutz zu engagieren.
In sechs Workshops konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem zum zukunftsfähigen Strukturwandel im rheinischen Revier oder zu Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv einbringen.

Nordrhein-Westfalen war 2016 das erste Bundesland, das eine Nachhaltigkeitsstrategie auf der Basis der Sustainable Development Goals (SDGs) erarbeitet hat. In ihrer Eröffnungsrede betonte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser die Bedeutung der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie nicht allein als politisches Programm, sondern als die große Chance für eine nachhaltige Transformation des Landes. Derzeit wird die NRW-Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt. Die zukünftige Gliederung der weiterentwickelten NRW-Nachhaltigkeitsstrategie soll sich - wie die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes -an den SDGs orientieren.


Graphik Netzwerk. Foto: Hong/panthermedia.net

Bildung für nachhaltige Entwicklung gilt als ein Schlüsselfaktor für das Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele, denn die notwendigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen führen über Bildung und Lernprozesse. Foto: Hong/panthermedia.net

"Zukunft Lernen NRW"

Unter diesem Motto beteiligt sich Nordrhein-Westfalen erneut an der Umsetzung des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung, das die UNESCO im Anschluss an die gleichnamige UN-Dekade im Jahr 2015 für fünf Jahre ins Leben gerufen hat. Die Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist international anerkannt: notwendige gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen in Richtung Nachhaltigkeit führen über Bildung und Lernprozesse, die den Schutz der natürlichen Umwelt, soziale und globale Gerechtigkeit sowie wirtschaftliche Entwicklung zusammendenken. BNE gilt daher auch als ein Schlüsselfaktor für das Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030, den Sustainable Development Goals (SDGs), die Wegweiser und Leitlinien für eine nachhaltige Entwicklung weltweit sind.
Ein Schwerpunkt in der nordrhein-westfälischen Landespolitik liegt deshalb auf der strukturellen Verankerung von BNE in allen Bereichen der NRW-Bildungslandschaft. Ganz im Sinne des Weltaktionsprogramms sollen in wichtigen Handlungsfeldern der einzelnen Bildungsbereiche Aktivitäten angestoßen und intensiviert werden, die das Lernen für eine zukunftsgerechte Entwicklung ermöglichen. Den Weg der strukturellen Verankerung beschreibt die Landesstrategie "Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW (2016-2020)".



Nachhaltige Gewerbegebiete

Elf Städte, Kreise und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen zeigen bereits beispielhaft, wie Gewerbeflächen nachhaltig entwickelt werden können. Die Ansätze sind so unterschiedlich wie die Herausforderungen in den Kommunen: Von der Sanierung von Altlasten über den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zur Förderung sozialer Aspekte wie einer besseren Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr oder der Einrichtung von Kinderbetreuungen.

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Konsum und Wertschätzung von Lebensmitteln

Mindestens 11 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jährlich verschwendet – von der Erzeugung bis zum Verbrauch. NRW hat sich zum Ziel gesetzt, die Wertschätzung für Lebensmittel zur verbessern. Eine Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums geht deshalb den Ursachen der Verschwendung nach, ein Runder Tisch von Herstellern, Handel, Verbrauchern und Wissenschaft stößt Maßnahmen an und initiiert Projekte.

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Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bildungsbereichen strukturell auszubauen und weiterzuentwickeln. Mit einer eigenen BNE-Strategie wird dieser konzeptionelle Bildungsansatz in die verschiedenen Bildungsaktivitäten in Nordrhein-Westfalen hineingetragen.

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