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Vertragsnaturschutz

Das Naturschutzgebiet „Grasheide“ zwischen Grefrath und Wachtendonk im Kreiskulturlandschaftsprogramm des Kreises Viersen. Foto: Dr.Ursula Empt

Bewirtschafter ökologisch wertvoller Flächen, die Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere sind, können im Rahmen des Vertragsnaturschutzes eine finanzielle Förderung erhalten. Damit sollen die Lebensgrundlagen von gefährdeten oder bedrohten Arten erhalten, verbessert oder wiederhergestellt werden und neue naturschutzwürdige Flächen entstehen. Vor allem landwirtschaftlich genutzte Flächen können auf diese Weise extensiv bewirtschaftet und gepflegt.


Ziel: Naturverträgliche Nutzung der Kulturlandschaft

Durch den Vertragsnaturschutz wird ein grundlegender Beitrag zur Erhaltung einer struktur- und artenreichen Kulturlandschaft und damit einer naturraumtypischen biologischen Vielfalt geleistet.. Oft handelt es sich um naturnahe Biotopflächen, wie Nasswiesen und Heiden. Auch regelmäßigePflegemaßnahmen an Hecken und Streuobstbeständen werden finanziell unterstützt.

Die Kreise und kreisfreien Städte stellen ihre eigenen Kreiskulturlandschaftsprogramme auf, setzen so den Vertragsnaturschutz vor Ort um und suchen selbst diefür die Förderung geeigneten Flächen aus. n Dieses von der Europäischen Union mitfinanzierten Programm honoriert freiwillige Bewirtschaftungseinschränkungen und Pflegemaßnahmen auf landwirtschaftlich genutzten Acker- und Grünlandflächen, regelt die Bewirtschaftung und Pflege spezieller Grünlandbiotope sowie die Pflege von Streuobstwiesen und Hecken. Ansprechpartner sind die Unteren Naturschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte als zuständige Bewilligungsbehörden sowie die Biologischen Stationen. Für die Auszahlung ist der Direktor der Landwirtschaftskammer NRW als Landesbeauftragter (EU-Zahlstelle) zuständi

Kooperation für Streuobstwiesen

Streuobstbestände gehören zu den Flächen mit besonders hohem Naturwert und tragen deshalb in besonderem Maße zum Erhalt der biologischen Vielfalt in NRW bei. Um unsere Streuobstwiesen dauerhaft zu erhalten, Pflegemaßnahmen zu etablieren und die Neuanlage von Streuobstbeständen voranzutreiben, haben das NRW-Umweltministerium und die Landwirtschafts- und Naturschutzverbände eine Kooperationsvereinbarung zum Schutz der Streuobstbestände in Nordrhein-Westfalen unterzeichnet. Die Kooperationspartner wollen dafür Sorge tragen, dass Obstbäume in bestehenden Obstwiesen nachgepflanzt und neue Bestände begründet werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass es künftig in der Summe zu einem landesweiten Rückgang von Streuobstwiesen kommt und der Trend wird umgekehrt. Die Vereinbarung legt darüber hinaus die Pflege der Bäume sowie die Nutzung ihres Obstes fest, beispielsweise für regional erzeugte Apfelsäfte. Das Land NRW fördert die Pflege und Ergänzungspflanzung von Streuobstwiesen und deren extensive Unternutzung (finanziell) im Rahmen des Vertragsnaturschutzes. Die Anlage neuer Obstbestände kann als investive Naturschutzmaßnahme ebenfalls über ein anderes Förderprogramm finanziell unterstützt werden.

(Unterzeichnet haben die Rahmenvereinbarung neben dem Ministerium der Rheinische sowie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, der nordrhein-westfälische Landesverband des Naturschutzbundes Deutschland (NABU NRW), die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) und der NRW-Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW NRW).