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Luft

Die Luft ist die Schutzhülle der Erde. Foto: Bogac Erguvenc/ Panthermedia.net

Die Luft der Atmosphäre ist die Schutzhülle der Erde und bildet die Grundlage unseres Lebens. Sie sorgt für ausgeglichene Temperaturen und ist ein wichtiges Element im Wasserkreislauf. Sie ist wichtig für das Wetter und das Klima. Gute und saubere Luft ist wesentliche Voraussetzung für die menschliche Gesundheit.


Luft und Verschmutzungen

Der Sauerstoff der Luft ist der Grundstoff von Lebensvorgängen und zugleich Voraussetzung für alle Verbrennungsprozesse. Die Luft schützt die Erdoberfläche vor kosmischer Strahlung und dient als Transportmedium für Schallwellen, um nur einige Funktionen zu nennen.

Das Leben auf der Erde steht in ständiger Wechselwirkung mit der Atmosphäre und beeinflusst somit auch die Zusammensetzung der Luft. Durch die vom Menschen zur Energiegewinnung genutzten Verbrennungsprozesse werden zahlreiche chemische Verbindungen als Schadstoffe in die Atmosphäre abgegeben; neben dem Treibhausgas Kohlendioxid insbesondere Schwefeldioxid, Stickstoffoxide sowie Feinstaub, Schwermetalle und diverse organische Verbindungen.

Durch andere industrielle Prozesse können weitere Schadstoffe entstehen (zum Beispiel Dioxine/Furane, Benzol), die sich zum Teil nach jahrelanger Freisetzung aufgrund ihrer stofflichen Eigenschaften in der Umwelt anreichern und zu Belastungen führen können. Die Freisetzung von Schadstoffen und die zunehmende Verbrennung von fossilen Energieträgern verändern die Zusammensetzung der Luft so erheblich, dass sie mittlerweile auch zu einer messbaren Erwärmung der Atmosphäre im Vergleich zur vorindustriellen Zeit führen.

Früher kamen die großen Luftverschmutzungen aus Kokereien, Hochöfen und Kohlekraftwerken. Heute ist es vor allem der Straßenverkehr, der in den Städten zu gesundheitsschädlichen Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastungen führt.

Umweltpolitik für saubere Luft

Gute und saubere Luft ist wesentliche Voraussetzung für die menschliche Gesundheit. Je nach körperlicher Belastung atmen wir täglich etwa 20 bis 50 Kubikmeter ein. Unsere Gesundheit kann direkt über das Einatmen von Luftschadstoffen, die Aufnahme über die Haut sowie indirekt durch den Verzehr belasteter Nahrungsmittel beeinträchtigt werden.

Saubere Luft ist für die Gesundheit essenziell. Für eine nachhaltige Verbesserung der Luftqualität leitet das Land NRW aufeinander abgestimmte technische, rechtliche und organisatorische Maßnahmen u. a. im Rahmen von Luftreinhalteplänen ein. Die Pläne basieren auf einer gründlichen Beurteilung der Luftqualität und Analyse der Ursachen für die Luftschadstoffbelastungen. Umweltzonen sind für die Verbesserung der Luftqualität in Städten häufig unverzichtbar.

Mittlerweile werden die Erfolge dieser Maßnahmen deutlich: Die Feinstaubbelastung in den Städten ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken und bleibt seit mehreren Jahren klar unterhalb der Grenzwerte. Die Stickstoffdioxidbelastung ist allerdings noch nicht in ausreichendem Maß zurückgegangen. Deshalb ist der Handlungsdruck weiterhin hoch.

Persönlicher Beitrag zur sauberen Luft

  • Das Auto stehen lassen, insbesondere für kürzere Strecken. Und dafür Radfahren, zu Fuß gehen, Busse und Bahnen benutzen.
  • Das Job-Ticket nutzen.
  • Fahrgemeinschaften bilden, besonders bei Berufspendlern.
  • Spritsparende Autos fahren sowie bewusstes Schalten, Geschwindigkeit reduzieren und bei längerem Stehen Motor ausschalten,
  • Vorausschauend fahren, um die Zahl der Brems- und Anfahrvorgänge zu reduzieren.
  • Autos mit schadstoffarmer Antriebstechnik bevorzugen.
  • Partikelfilter nachrüsten.
  • Winterreifen nur im Winter verwenden.
  • Energiesparend Heizen mit reduzierter Zimmertemperatur und Stoßlüftung.
  • Emissionsarme Wärmeversorgung mit Gas, Fernwärme, Solarthermie oder Erdwärme.
  • Regelmäßige Wartung der Heizungsanlage.
  • Keine Gartenabfälle verbrennen.
  • Offene Kamine – wie ohnehin vorgeschrieben – nur gelegentlich betreiben.
  • Begrünungsmaßnahmen an Fassaden und Flachdächern.
  • Sachgerechter Umgang mit den Brennstoffen Holz oder Kohle.
  • Energiesparlampen verwenden.
  • Lösemittelarme Farben, Lacke und Reinigungsmittel verwenden.

Überwachung der Emissionen von mobilen Maschinen

Auch die Emissionen mobiler Maschinen und Geräte, wie beispielsweise Motorsäge, Rasenmäher und Baumaschinen, tragen zur Schadstoffbelastung der Luft bei. Überwachungsmaßnahmen sollen sicherstellen, dass sich im Handel nur Maschinen und Geräte mit zugelassenen Motoren befinden, die die Grenzwerte einhalten.


Frachtschiff auf dem Rhein bei Köln. Foto: Gerhard Marx/ Panthermedia.net

Binnenschifffahrt

Der Schadstoffausstoß eines neuen Binnenschiffmotors liegt auch heute noch weit über dem eines neuen LKWs, obwohl die Technik vergleichbar ist. Zudem sind in Binnenschiffen viele ältere Motoren im Einsatz, das Durchschnittsalter liegt bei rund 30 Jahren. Die Binnenschifffahrt trägt daher deutlich zur Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden bei. Eine Lösung des Problems könnte die Nachrüstung der Schiffsmotoren mit Abgasreinigungsanlagen sein.

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Heizen mit Holz.

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Mit Holz betriebene Heizkamine oder Kaminöfen sorgen nicht nur für behagliche Wärme. Sie dienen dem Klimaschutz, weil der Brennstoff Holz als weitgehend CO2-neutral gilt. Gleichzeitig wird durch die Nutzung heimischer Hölzer die Wirtschaft vor Ort gestärkt.

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Zapfsäule einer Tankstelle

Kraftstoffqualität

Ein besonderer Schwerpunkt für die Verbesserung der Luftqualität liegt in der Minderung der Emissionen des Straßenverkehrs. Neben einer stufenweisen Herabsetzung der Kfz-Abgasgrenzwerte ist die Verbesserung der Kraftstoffqualität ein wichtiger Baustein, um die ehrgeizigen EU-Luftqualitätsziele zu erreichen.

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Wenn es um saubere Atemluft geht, ist der Staat gefragt.

Luftreinhalteplanung

Wenn es um saubere Atemluft und um den Schutz der Menschen vor Luftschadstoffen geht, muss der Staat seine Schutzfunktion wahrnehmen. So wurden auf europäischer Ebene Luftqualitätsstandards zum Schutz der Gesundheit festgelegt. In den regionalen oder kommunalen Gebieten, in denen diese EU-Grenzwerte überschritten werden, müssen Luftreinhaltepläne aufgestellt werden. Sie müssen konkrete Maßnahmen zur Einhaltung der Grenzwerte enthalten.

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Schlechte Luft aus dem Auspuff.

Luftschadstoffe und ihre gesundheitliche Wirkung

Gute, saubere Luft ist Grundvoraussetzung für die menschliche Gesundheit. Unsere Gesundheit kann durch das Einatmen von Luftschadstoffen beeinträchtigt werden. Daher sind Erhaltung und Verbesserung der Luftqualität ein Schwerpunkt der nordrhein-westfälischen Umweltpolitik.

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Messgeräte zur Luftqualitätsüberwachung. Foto: patibutkan singsoot/Panthermedia.net

Luftqualitätsüberwachung

In NRW wird seit vielen Jahrzehnten die Qualität der Luft ermittelt. Insgesamt belegen die langjährigen Ergebnisse, dass die Luftschadstoffbelastung kontinuierlich zurückgeht. Sie zeigen aber auch, wo noch Handlungsbedarf besteht.

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Verkehrsschild zur Einfahrt in die Umweltzone.

Umweltzonen

Umweltzonen werden in Nordrhein-Westfalen und bundesweit zur Verbesserung der Luftqualität dort eingerichtet, wo der motorisierte Straßenverkehr die Hauptursache für hohe Luftschadstoffbelastungen ist. Stark belastete Gebiete werden damit vor Fahrzeugen mit besonders hohen Emissionen geschützt. Das bringt eine sofortige Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger, die dort wohnen.

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Saubere Luft in geschlossenen Räumen?

Innenraumluft

Innenraumluft geht uns alle an, weil wir die meiste Zeit unseres Lebens in geschlossenen Räumen verbringen. Für die Lebensqualität ist eine gesunde, unbelastete Luft in Innenräumen sehr wichtig. Bei Belastungen mit Schadstoffen gilt es, diese aufzuspüren und zu beseitigen.

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