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Biodiversitätsstrategie NRW

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Biologische Vielfalt in NRW

Langfristig schützen und stärken

Warum ist es wichtig, die Biodiversität in NRW zu schützen?

Biologische Vielfalt ist die Grundlage unseres Lebens. Sie sorgt für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, bestäubte Nutz- und Wildpflanzen, saubere Luft und ein stabiles Klima. Intakte Ökosysteme schützen uns außerdem vor den Folgen von Hitze, Dürre, Starkregen und Hochwasser und bieten Räume für Erholung und Gesundheit. Gehen biologische Vielfalt und intakte Ökosysteme verloren, sind also nicht nur Tiere und Pflanzen betroffen. Auch der Mensch profitiert weniger von den Leistungen der Natur, die unsere Ernährung, unsere Wirtschaft und unsere Lebensqualität beeinflussen. 

Der Schutz der biologischen Vielfalt ist deshalb eine gemeinsame Aufgabe, die alle Bereiche der Gesellschaft betrifft. Mit der Biodiversitätsstrategie NRW setzt das Land den Rahmen, um Natur und Lebensräume zu erhalten, wiederherzustellen und für zukünftige Generationen zu sichern. Denn der Schutz der Biodiversität ist zugleich eine Investition in eine lebenswerte, widerstandsfähige und nachhaltige Zukunft.

Vier Geschichten für unsere Zukunft Ein Ziel: gemeinsam für mehr Artenvielfalt

Sofie Richter aus Münster

Vielfalt durch Wissen sichern

Dr. Dirk Bieker aus Bottrop

Für mehr Vielfalt im Wald

Jochen Kanders aus Uedem

Artenvielfalt auf dem Acker

Dr. Susanne Dickel aus Düsseldorf

Für mehr Grün in der Stadt

Was ist Inhalt der Biodiversitätstrategie?

Die Biodiversitätsstrategie NRW zeigt, wie wir die biologische Vielfalt in Nordrhein-Westfalen langfristig schützen und stärken können. In acht Handlungsfeldern legen wir dafür konkrete Ziele und Maßnahmen fest, die unterschiedliche Lebensräume und Themenbereiche berücksichtigen. 

Ein besonderes Merkmal der Strategie ist das Zusammenspiel verschiedener Ansätze, die sich gegenseitig ergänzen und gemeinsame Vorteile für Natur und Menschen schaffen. Vier übergeordnete Prozesse spielen dabei eine zentrale Rolle:

Mithilfe der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (W-VO) sollen geschädigte Ökosysteme in Europa wieder in einen guten Zustand versetzt und der Verlust der Artenvielfalt gestoppt werden. Die Verordnung zielt zudem darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Natur gegenüber dem Klimawandel und anderen Belastungen zu erhöhen; Wiederherstellungsmaßnahmen zu ergreifen und diese mittels eines nationalen Wiederherstellungsplans verbindlich zu planen. Wiederherstellungsmaßnahmen finden innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten in der gesamten Landschaft statt.

In Nordrhein-Westfalen tragen bereits heute zahlreiche Maßnahmen und Projekte wesentlich dazu bei, die in der W-VO festgelegten Ziele zu erreichen. Die Wiederherstellungsmaßnahmen werden zukünftig intensiviert und weiterentwickelt. Es handelt sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die ebenso Städtebau, Land- und Forstwirtschaft sowie Wasserwirtschaft einbezieht. 

Grün-blaue Infrastruktur umfasst ein Netzwerk aus natürlichen und naturnahen Land- und Wasserflächen und weiteren Elementen wie Parks, Wälder, Gewässer und Grünzüge, das Lebensräume schafft und gleichzeitig über die Bereitstellung einer Vielzahl an Ökosystemleistungen umfangreiche gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorteile generiert. 

Für Nordrhein-Westfalen gewinnt die grün-blaue Infrastruktur vor dem Hintergrund der hohen Siedlungs- und Infrastrukturdichte, der intensiv genutzten Kulturlandschaft und der ausgeprägten Landschaftszerschneidung besondere Bedeutung. Zentrale Elemente bestehen bereits im Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem. Auf dieser Basis erarbeiten wir ein ganzheitliches Konzept für Nordrhein-Westfalen.

Natürlicher Klimaschutz verbindet den Schutz von Klima und Natur. Im Kern geht es darum, Ökosysteme wie Wälder, Moore und Böden, die Kohlenstoff speichern und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, zu er erhalten und auszubauen. 

Für Nordrhein-Westfalen ist der natürliche Klimaschutz ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045. Beispielsweise bestehen mit dem ANK-Regionalbüro beim LANUK und dem MoorAtlas.NRW bereits wichtige Strukturen und Datengrundlagen, um Maßnahmen des natürlichen Klimaschutzes im Land voranzubringen.

Naturbasierte Lösungen sind Maßnahmen, die die Kräfte der Natur statt rein technischer Ansätze nutzen, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen – zum Beispiel lassen sich naturnahe Grünflächen für Kühlung oder als natürliche Rückhalteräume nutzen. 

Für Nordrhein-Westfalen bieten naturbasierte Lösungen angesichts des Klimawandels, der hohen Siedlungsdichte und des Nutzungsdrucks auf die Landschaft ein besonderes Umsetzungspotenzial. Renaturierte Gewässer und Auen, wiedervernässte Moore, naturnahe Agrarlandschaften sowie mehr Stadtgrün und entsiegelte Flächen können gleichzeitig zum Schutz der biologischen Vielfalt, zur Klimaanpassung und zur Steigerung der Lebensqualität beitragen.

Die vier Prozesse stehen dabei mit ihren Sichtweisen nicht für sich allein und sind nicht überschneidungsfrei. Sie greifen ineinander und können gemeinsam besonders viel bewirken: Maßnahmen zur Wiederherstellung von Lebensräumen können beispielsweise zugleich im Sinne des natürlichen Klimaschutzes Kohlenstoff speichern, Wasser zurückhalten, das lokale Klima verbessern und Lebensräume für Tiere und Pflanzen sichern. So entstehen naturbasierte Lösungen, die Natur, Klima und Gesellschaft gleichermaßen zugutekommen und Teil einer grün-blauen Infrastruktur sind.

Von Auen über Wälder bis hin zu Umweltbildung: Acht Handlungsfelder bilden den Kern der Strategie und bündeln die wichtigsten Ziele und Maßnahmen

Eine neue Biodiversitätsstrategie für Nordrhein-Westfalen
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Die Biodiversitätsstrategie NRW gliedert sich in acht Handlungsfelder. Sie bilden den inhaltlichen Kern der Strategie und bündeln die wichtigsten Ziele und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt in Nordrhein-Westfalen. Die Handlungsfelder greifen die unterschiedlichen Lebensräume, Nutzungen und gesellschaftlichen Aufgaben auf – von Schutzgebieten, Wäldern, Gewässern und Agrarlandschaften bis hin zu Städten, Wirtschaft und Bildung und wurden gemeinsam im Dialog mit relevanten Akteurinnen und Akteuren entwickelt. Zusammen bilden die acht Handlungsfelder einen gemeinsamen Rahmen für den Schutz der biologischen Vielfalt und tragen dazu bei, internationale, europäische und nationale Ziele in Nordrhein-Westfalen umzusetzen.

Die acht Handlungsfelder im Detail

Fluss

Nordrhein-Westfalen verfügt über ein vielfältiges Schutzgebietssystem mit Nationalpark, Natura 2000-Gebieten, Natur- und Landschaftsschutzgebieten sowie weiteren Schutzkategorien. Gemeinsam mit dem landesweiten Biotopverbund und der grün-blauen Infrastruktur bilden sie das Rückgrat für den Schutz der biologischen Vielfalt. Sie sichern wertvolle Lebensräume und Arten und vernetzen diese über die gesamte Landschaft hinweg.

Dieses System steht jedoch zunehmend unter Druck – unter anderem durch intensive Flächennutzung, Zerschneidung von Lebensräumen und die Folgen des Klimawandels. Um die biologische Vielfalt langfristig zu erhalten, müssen Schutzgebiete gesichert, qualitativ weiterentwickelt und durch leistungsfähige Verbundstrukturen besser miteinander vernetzt werden. Das Handlungsfeld „Schutzgebiete und Biotopverbund“ schafft hierfür den strategischen Rahmen und bildet die Grundlage für zahlreiche Maßnahmen der Biodiversitätsstrategie.

 Kurz gesagt: Das Land NRW will Schutzgebiete wirksam sichern und ökologisch weiterentwickeln, Lebensräume besser vernetzen und Biodiversitäts-, Klima-, Wasser- und Bodenschutz stärker zusammenführen.

Eine Übersicht der Ziele und Maßnahmen im Handlungsfeld 1 finden Sie in der Broschüre (PDF)

Fledermaus

Nordrhein-Westfalen beherbergt über 43.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten und zählt damit zu den artenreichsten Bundesländern Deutschlands. Gleichzeitig zeigen die Roten Listen und weitere Umweltindikatoren, dass viele Arten und ihre Lebensräume unter Druck stehen. Hierbei sind besonders spezialisierte Arten sowie Arten der Agrarlandschaft betroffen. Klimawandel, Lebensraumverlust und weitere Belastungen verändern zudem die Zusammensetzung von Artengemeinschaften und stellen den Naturschutz vor neue Herausforderungen.

Das Handlungsfeld „Artenvielfalt“ verfolgt das Ziel, heimische Arten und ihre Lebensräume langfristig zu sichern, Populationen zu stabilisieren und die biologische Vielfalt auch unter sich wandelnden Umweltbedingungen zu erhalten. Gleichzeitig berücksichtigt es die notwendigen Anpassungen an den Klimawandel und den Umgang mit sich verändernden Artenvorkommen.

Kurz gesagt: Das Land NRW will den Artenrückgang stoppen, besonders gefährdete Arten gezielt stärken und der Artenschutz an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen.

Eine Übersicht der Ziele und Maßnahmen im Handlungsfeld 2 finden Sie in der Broschüre (PDF)

Eule

Wälder bedecken rund 28 % der Landesfläche Nordrhein-Westfalens und gehören zu den artenreichsten Lebensräumen des Landes. Sie bieten tausenden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten einen Lebensraum, leisten wichtige Beiträge zum Klima-, Boden- und Wasserschutz, sind Erholungsraum für die Bevölkerung und liefern den nachwachsenden Rohstoff Holz. Gleichzeitig sind sie ein zentraler Bestandteil des Biotopverbunds und damit von großer Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt. 

Das Handlungsfeld „Wald“ verfolgt das Ziel, artenreiche, naturnahe und klimaanpassungsfähige Waldökosysteme zu erhalten und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Förderung strukturreicher Mischwälder, der Schutz wertvoller Waldlebensräume sowie die Integration von Naturschutzmaßnahmen in die Waldbewirtschaftung, um die ökologische Resilienz der Wälder langfristig zu stärken.

Kurz gesagt: Wälder sollen naturnah, klimaresilient und artenreich entwickelt und ihre Funktionen für Biodiversität, Klima, Wasser und Boden langfristig gestärkt werden.

Eine Übersicht der Ziele und Maßnahmen im Handlungsfeld 3 finden Sie in der Broschüre (PDF)

Aue

Gewässer, Auen und Moore gehören zu den vielfältigsten und dynamischsten Lebensräumen Nordrhein-Westfalens. Sie sind wichtige Lebens- und Entwicklungsräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, verbinden Landschaftsräume und leisten zugleich bedeutende Beiträge für den Klima-, Wasser- und Hochwasserschutz. Mit über 50.000 Kilometern Fließgewässern und zahlreichen Feuchtlebensräumen bilden sie zentrale Elemente des Biotopverbunds in NRW. 

Gleichzeitig sind viele Gewässer, Auen und Moore durch jahrhundertelange Nutzung, bauliche Eingriffe, stoffliche Belastungen und die Folgen des Klimawandels in ihrer ökologischen Funktion beeinträchtigt. Zwar konnten durch umfangreiche Maßnahmen deutliche Verbesserungen der Wasserqualität erreicht werden, dennoch besteht weiterhin erheblicher Handlungsbedarf bei der ökologischen Entwicklung und Vernetzung dieser Lebensräume. 

Das Handlungsfeld „Gewässer, Auen und Moore“ verfolgt daher das Ziel, diese wertvollen Ökosysteme zu schützen, zu renaturieren und ihre natürliche Dynamik zu stärken. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung der Gewässerstrukturen, die Wiederherstellung naturnaher Auen und die Sicherung sowie Wiedervernässung von Moorlebensräumen, um die biologische Vielfalt und die ökologische Widerstandsfähigkeit der Landschaft langfristig zu fördern.

Kurz gesagt: Das Land NRW will Gewässer, Auen und Moore ökologisch aufwerten, besser vernetzen und in ihren Funktionen für Biodiversität, Klimaschutz, Wasserrückhalt und Hochwasservorsorge stärken.

Eine Übersicht der Ziele und Maßnahmen im Handlungsfeld 4 finden Sie in der Broschüre (PDF)

Die Agrarlandschaft prägt mit rund 1,49 Millionen Hektar nahezu der Hälfte der Landesfläche das Landschaftsbild Nordrhein-Westfalens und ist zugleich Lebens- und Wirtschaftsraum. Sie dient der Erzeugung hochwertiger landwirtschaftlicher Produkte, bietet Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten des Offenlandes und erfüllt wichtige Funktionen für Klima, Boden, Wasserhaushalt und Erholung.

Gleichzeitig steht die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft zunehmend unter Druck. Intensive Bewirtschaftung, Stoffeinträge, der Verlust von landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie der Rückgang strukturreicher Landschaftselemente wie Hecken, Feldraine und Feldgehölze haben zu einem anhaltenden Rückgang vieler charakteristischer Arten geführt. Zwar leisten Agrarumweltmaßnahmen, Vertragsnaturschutz und ökologischer Landbau bereits wichtige Beiträge, ihr Umfang reicht bislang jedoch nicht aus, um eine Trendwende zu erreichen. 

Das Handlungsfeld „Agrarlandschaft“ verfolgt daher das Ziel, eine vielfältige, strukturreiche und nachhaltig genutzte Kulturlandschaft zu fördern. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung naturnaher Lebensräume, die Förderung biodiversitätsfreundlicher Bewirtschaftungsweisen sowie die bessere Verbindung von landwirtschaftlicher Produktion und dem Erhalt ökologischer Funktionen.

Kurz gesagt: Die Agrarlandschaft soll biodiversitätsreicher und resilienter gestaltet und Landwirtschaft und Naturschutz stärker miteinander verbunden werden.

Eine Übersicht der Ziele und Maßnahmen im Handlungsfeld 5 finden Sie in der Broschüre (PDF)

Siedlungsräume sind nicht nur Lebens- und Wirtschaftsraum für Menschen, sondern auch wichtige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gärten, Parks, Friedhöfe, Stadtbäume, Gewässer sowie besondere Standorte wie ehemalige Industrie- und Verkehrsflächen können wertvolle Rückzugsräume sein und als Trittsteine im Biotopverbund dienen. Insbesondere die vielfältige Industrienatur Nordrhein-Westfalens trägt zur Habitatvielfalt in dicht besiedelten Räumen bei. Gleichzeitig steht die biologische Vielfalt im Siedlungsbereich durch Flächenversiegelung, Bebauung, Verkehr, intensive Pflege, Licht- und Lärmbelastung sowie die Folgen des Klimawandels unter Druck. Der Erhalt und die Entwicklung naturnaher Grün- und Freiräume sowie die stärkere Berücksichtigung von Biodiversität in Planungs- und Entwicklungsprozessen sind daher zentrale Aufgaben. 

Das Handlungsfeld „Siedlungsnatur“ verfolgt das Ziel, urbane Lebensräume biodiversitätsfreundlich weiterzuentwickeln und die Biotopvernetzung im besiedelten Raum zu stärken. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung und Aufwertung bestehender Lebensräume, die Schaffung neuer „Naturflächen“ sowie die Integration von Biodiversität und naturbasierten Lösungen in Stadt- und Gemeindeentwicklung.

Kurz gesagt: Städte und Siedlungen sollen mehr Raum für biologische Vielfalt bieten und bestehende Grün-, Frei- und Gebäudeflächen stärker für Biodiversität, Klimaanpassung und Lebensqualität genutzt werden.

Eine Übersicht der Ziele und Maßnahmen im Handlungsfeld 6 finden Sie in der Broschüre (PDF)

Luchs

Der Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die neben staatlichem Handeln auch die Mitwirkung und das Engagement vieler Menschen erfordert. Wissen über die Bedeutung der Natur, ökologische Zusammenhänge und die Auswirkungen menschlichen Handelns bildet dabei eine wichtige Grundlage für langfristiges Bewusstsein und verantwortungsvolles Handeln. Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige Bildungslandschaft mit zahlreichen Angeboten der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie Natur- und Umweltbildung. Schulen, außerschulische Lernorte, Kommunen, Verbände und weitere Bildungsträger leisten wichtige Beiträge dazu, Biodiversitätsthemen unterschiedlichen Zielgruppen zugänglich zu machen. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen hinsichtlich Reichweite, Vernetzung und dauerhafter Verankerung der Angebote.

Das Handlungsfeld „Wissensvermittlung und Bildung“ verfolgt daher das Ziel, bestehende Bildungs- und Informationsangebote zu stärken, besser zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Vermittlung von Wissen über biologische Vielfalt, die Förderung von Naturverbundenheit und die Unterstützung gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure dabei, Biodiversität im eigenen Handeln stärker zu berücksichtigen.

Kurz gesagt: Das Land NRW will das Bewusstsein für die Bedeutung von Biodiversität stärken und Wissen, Beteiligung und Kompetenzen für wirksamen Biodiversitätsschutz ausbauen.

Eine Übersicht der Ziele und Maßnahmen im Handlungsfeld 7 finden Sie in der Broschüre (PDF)

Wald

Ein wirksamer Schutz der biologischen Vielfalt benötigt verlässliche und aktuelle Informationen über den Zustand und die Entwicklung von Arten, Lebensräumen und Landschaften. Monitoring und Datenerhebung schaffen die notwendige Grundlage, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen gezielt zu planen und die Wirksamkeit der Biodiversitätsstrategie NRW zu überprüfen. In Nordrhein-Westfalen leisten zahlreiche Akteurinnen und Akteure einen wichtigen Beitrag zur Erfassung und Bewertung der biologischen Vielfalt – darunter Fachbehörden, Biologische Stationen, Naturschutzverbände, wissenschaftliche Einrichtungen und ehrenamtlich Engagierte. Die gewonnenen Daten fließen in das Biodiversitätsmonitoring des Landes und in die Entwicklung von Indikatoren ein, die Trends und Fortschritte beim Schutz der biologischen Vielfalt sichtbar machen.

Das Handlungsfeld „Monitoring“ verfolgt das Ziel, die Erfassung, Zusammenführung und Auswertung biodiversitätsbezogener Informationen weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung von Datenqualität, Aktualität und Verfügbarkeit sowie eine stärkere Vernetzung bestehender Monitoringstrukturen, um fundierte Entscheidungen für den Schutz der biologischen Vielfalt zu ermöglichen.

Kurz gesagt: Biodiversitätsmonitoring soll eine verlässliche Datengrundlage schaffen, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen gezielt auszurichten und ihre Wirkung zu überprüfen.

Eine Übersicht der Ziele und Maßnahmen im Handlungsfeld 8 finden Sie in der Broschüre (PDF)

Umsetzung

Mit der Veröffentlichung der Biodiversitätsstrategie NRW im September 2026 setzen wir den Startschuss, um die vereinbarten Ziele zu erreichen und Maßnahmen umzusetzen. Den Auftakt bildet eine Kick-off-Veranstaltung, die Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringt und den Austausch sowie die weitere Zusammenarbeit stärkt.

Im Veranstaltungskalender finden Sie Informationen zu aktuellen Terminen und Aktivitäten rund um die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie. 

Monitoring und Evaluation

Die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie NRW wird durch ein Monitoring und eine Evaluation begleitet. Sie schaffen die Grundlage, Fortschritte bei der Erreichung der strategischen Ziele sichtbar zu machen, die Wirksamkeit von Maßnahmen zu bewerten und die Strategie bei Bedarf weiterzuentwickeln.

Wir nutzen verschiedene Indikatoren, um die Entwicklung der biologischen Vielfalt und die Erreichung unserer Ziele zu bewerten. Wo geeignete Indikatoren verfügbar sind, ordnen wir sie den jeweiligen Zielen zu. Sie zeigen zentrale Trends und Veränderungen in Natur und Landschaft und machen unsere Fortschritte nachvollziehbar.

Jugendbeteiligungsformat

Die langfristige Sicherung der biologischen Vielfalt ist eine Aufgabe, die insbesondere auch zukünftige Generationen betrifft. Daher soll die heranwachsende Generation die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie NRW begleiten. In 2027 startet hierfür ein Jugendbeteiligungsformat, welches jungen Menschen ermöglicht, eigene Perspektiven, Ideen und Erwartungen einzubringen und den Dialog zum Schutz der biologischen Vielfalt mitzugestalten.

Das Format schafft Raum für Austausch, Beteiligung sowie gemeinsames Verstehen und Lernen. Es stärkt das Bewusstsein für die Bedeutung biologischer Vielfalt und unterstützt dabei, die Anliegen junger Menschen in die Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie einfließen zu lassen.

Aktuelle Informationen zum Auswahlverfahren, anstehenden Veranstaltungen und Aktivitäten finden Sie zu gegebener Zeit im Veranstaltungskalender sowie auf unserem Social-Media-Kanal. Die Bewerbungsunterladen können Sie hier herunterladen.

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